und wir müssen gehen
Besteigung des Hochalmkreuz und Abstieg nach Scharnitz (3)
Besteigung des Hochalmkreuz und Abstieg nach Scharnitz (3)

Besteigung des Hochalmkreuz und Abstieg nach Scharnitz (3)

Am letzten Tag unserer Hüttentour besteigen wir morgens noch vom Karwendelhaus aus das Hochalmkreuz und steigen dann wieder über die Forststraße ab nach Scharnitz.

Tourdetails

Datum: 10.06.2023
Länge: 23km
Höhenmeter: 450m ▲ / 1250m ▼
Dauer: 7:45h inkl. Pausen, 6:45h Gehzeit
Schwierigkeit: T3
GPX-Track

Karte & Höhenprofil

Wegbeschreibung

Wir starten den Tag mit einem guten Frühstück um 7 Uhr im Karwendelhaus. Bis wir fertig gepackt haben und los kommen, ist es kurz vor 8 Uhr. Am Winterhaus des Karwendelhaus folgen wir dem Wegweiser nach rechts zur Birkkarspitze. Der Weg startet steil und mit Drahtseilen versichert durch Lawinenverbauungen bergauf. An ein paar Stellen sind auch Steigbügel in den Fels eingelassen, um den Aufstieg zu erleichtern.

Oberhalb der Lawinenverbauungen wird es ein wenig flacher. Wir wandern ein Stück parallel zum Hang durch Latschenfelder, bis ein wenig versteckt der Weg zum Hochalmkreuz links abzweigt. Wer hier aus den Latschen heraus läuft und auf die Birkkarspitze zusteuert, hat den Abzweig verpasst. Über steile Geröllserpentinen geht es nun auf das Hochalmkreuz zu. Das Gipfelkreuz ist schon von Weitem sichtbar. Eine Gams steigt ganz in dessen Nähe geschickt über die Felsen. Um 9 Uhr erreichen wir das Gipfelkreuz.

Gipfelsieg am Hochalmkreuz

Die Aussicht hier oben ist in alle Richtungen fantastisch! Im Westen und Osten erstrecken sich das Karwendeltal und das Johannestal. Im Norden sehen wir unter anderem die östliche Karwendelspitze und den Bäralplsattel. Und schließlich im Süden das extrem steile und schneebedeckte Schlauchkar mit der alles überragenden Birkkarspitze auf dessen linker Seite. Beim Blick von hier kann man dem Hüttenwirt nur beipflichten: Definitiv nicht begehbar! Um dem Ganzen noch Nachdruck zu verleihen, lösen sich von den Ödkarspitzen auf der rechten Seite des Schlauchkars mehrere Male kleine Gerölllawinen, die lautstark ins Tal abgehen.

Nach etwa einer halben Stunde treten wir wieder den Abstieg zum Karwendelhaus an. Es geht auf dem gleichen Weg zurück. Mittlerweile ist auch etwas mehr Verkehr auf dem Wanderweg, wodurch wir besonders auf Steinschlag achten. Durch das rutschige Geröll brauchen wir für den Abstieg fast genauso lang, wie für den Aufstieg.

Das Karwendelhaus über dem Karwendeltal

Wir machen nochmal einen kurzen Abstecher zum Hochalmsattel für ein kleines zweites Frühstück, dann geht es wieder auf dem gleichen Weg zurück nach Scharnitz, den wir gestern herauf gekommen sind. Zuerst über lange Serpentinen hinab zum Talboden, dann endlos lang durchs Karwendeltal nach Westen. Mittlerweile sind sehr viele mehr Rinder auf den Almwiesen entlang des Weges, als gestern. Zum Glück haben sich aber alle beruhigt und lassen uns passieren 🙂

Fast schon am Ende des Tals angelangt, biegen wir rechts ab zur Birzelkapelle. Endlich: Waldboden! Nach so viel verdichteter Straße eine Wohltat für die Füße. Vorbei an der Kapelle folgen wir weiter dem Birzelweg, der sich oft verzweigt und irgendwann auf den gut markierten Plattsteig abzweigt. Ein Blick aufs GPS-Gerät hilft hier, um nicht versehentlich in den Ort abzubiegen. Der Plattsteig verläuft oberhalb von Scharnitz sehr einsam und ruhig. Eine kleine Höhle befindet sich am rechten Wegesrand.

Plattsteig bei Scharnitz

Als wir den Ort erreichen, ist es nicht mehr weit bis zum Bahnhof. Um 15:45 sitzen wir wieder im Auto und fahren nach Hause.

Fazit

Auch der letzte Tag unserer Hüttentour war eine tolle Wanderung. Die Besteigung des Hochalmkreuzes mit der Aussicht in die Täler und auf die umliegenden Berge war definitiv das Highlight der Tour. Obwohl der Abstieg über die endlos lange Forststraße nicht so angenehm für die Füße war, hat es sich dennoch gelohnt. Die Landschaft im Karwendeltal ist einfach wie aus dem Bilderbuch 🙂

Ein Kommentar

  1. Pingback: Dreitägige Hüttentour im nordwestlichen Karwendel – Die Berge rufen

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